Wichtige Begriffe zu Übersetzen und Dolmetschen

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Technische Übersetzungen
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Beim Übersetzen von technischen Texten ist in erster Linie Präzision vonnöten, manchmal auf Kosten der Schönheit. Das Dilemma beim Übersetzen lautet oft „Soll die Übersetzung eher treu oder eher schön sein?“. Beides gleichzeitig ist eine Gratwanderung.

Interesse an der Technik selbst ist eine unerlässliche Voraussetzung, um oft komplizierte Zusammenhänge richtig zu verstehen. Abbildungen, Diagramme und sonstiges Bildmaterial sind immer erwünscht, da die Sprache allein nicht alle Informationen vermitteln kann. Wer Bedienungsanleitungen schreibt, weiß, wie wichtig dieser Punkt ist. Die Übersetzung von Bedienungsanleitungen erfordert besondere Exaktheit.

Falls mehrere Texte über dasselbe Thema zu übersetzen sind, entweder beim Einzelauftrag oder bei laufenden Aufträgen, ist die terminologische Konsistenz aller Texte absolut wichtig. Dazu legen technische Übersetzerinnen und Übersetzer entsprechende Glossare an, was entweder händisch oder elektronisch (z.B. als Translation Memories) erfolgen kann.

Ein weiteres Problem bei technischen Übersetzungen stellen Anglizismen und neuartige Begriffe dar, für die es oft noch keine treffenden Übersetzungen gibt. Herkömmliche Wörterbücher bleiben hier schnell auf der Strecke. Professionelle Übersetzerinnen und Übersetzer nehmen umfassende Recherchen im Internet vor und halten Rücksprache mit Kolleginnen und Kollegen.

Translatologie (Übersetzungswissenschaft)
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Die Translatologie ist die Wissenschaft vom Dolmetschen und Übersetzen. Sie wird oft auch einfach als Übersetzungswissenschaft bezeichnet, obwohl diese Benennung streng genommen die ebenfalls zur Translatologie gehörige Dolmetschwissenschaft ausschließen würde.

Beim Übersetzen wird ein meist schriftlich fixierter Ausgangstext aus einer Sprache in eine andere übertragen, beim Dolmetschen ein nicht fixierter (i. d. R. mündlicher) Ausgangstext.

Die Translatologie versteht sich als Interdisziplin. Neben ihren Kerngebieten befasst sie sich auch mit Fragestellungen der Linguistik, Computerlinguistik, Fachsprachenforschung, technischen Dokumentation, Terminologielehre und Terminographie/Lexikographie, Kultursoziologie, Kommunikationswissenschaft sowie Psychologie/Gehirnphysiologie.*

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